Weiblichkeits-Symbol

„Mir fehlt die Weiblichkeit. Davon habe ich auch zu wenig!“ – Warum eigentlich? (Teil 1)

Diese Frage habe ich mir heute mal wieder gestellt, als mir eine Frau begegnet ist, die sehr weibliche Formen hat, sehr weiblich gekleidet war und mir sagte: „Mir fehlt es an Weiblichkeit! Das ist genau mein Thema.“

Im ersten Augenblick kam mir der Gedanke, warum eigentlich? Ich ließ es erst mal so stehen und sagte dann ganz spontan: „Wir Frauen tun uns  häufig schwer damit, etwas anzunehmen,  z.B. mögen wir es nicht, wenn ein Mann uns die Tür aufhält. Das empfinden wir als furchtbar – denn schließlich können wir das doch selbst. Wir brauchen das doch nicht, dass ein Mann die Tür aufhält.“ Sie war sofort mit dabei. Denn sie muss genau das gerade lernen.

Doch was empfinden wir wirklich, wenn ein Mann uns die Tür aufhält? Es ist doch nicht die Tatsache, dass er das macht oder dass er uns sogar in den Mantel hilft. Es spricht doch etwas anderes in uns an. Fühlen wir uns dadurch vielleicht schwach? Mögen wir vielleicht die Aufmerksamkeit nicht, die uns da geschenkt wird, weil wir glauben, dass wir das nicht wert sind? Warum dürfen wir das nicht – wie eine Königin – annehmen und genießen? Was verbinden wir damit?

Irgendwann in unserem Leben treffen wir vielleicht auf einen Menschen – meist ist es für eine Frau ein neuer Mann in ihrem Leben – dem das „egal“ ist, ob wir seine Aufmerksamkeit annehmen möchten oder nicht.
Er tut es einfach, weil er die Königin in uns sieht und uns auch so behandeln möchte.

Genießen wir doch dieses weibliche Talent des Annehmens. Das bringt uns ein wenig näher zu unserem Frausein und zu unserem inneren Glück.